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Osterbild
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Als ich krank war und so dagelegen bin, da hatte ich viel Zeit über mich und mein Leben nachzudenken.“ So oder ähnlich habe ich es schon öfter von Menschen gehört, die eine längere und schwere Krankheit überwunden haben. Zeiten der Krankheit sind auch manchmal Zeiten der Besinnung. Eben weil man auf einmal Zeit hat, die Gedanken nicht ablenken kann wie gewöhnlich, die Arbeit oder die Sorge für die Familie ruht. Manche Menschen sind bei solcher Besinnung mit ihrem bisherigen Leben ganz zufrieden und im Einklang. Manche aber kommen auch ins Fragen angesichts ihres bisherigen Lebens. Was ging gut, was lief schlecht und was ist ganz und gar misslungen? Wer so fragt und nachdenkt, der nimmt sich nicht selten vor, in seinem Leben manches zu ändern, wenn er oder sie nur erst einmal wieder gesund sind. Zu ändern im Verhältnis zur Arbeit und zu Kollegen, zur Familie und vielleicht auch zu Gott. Ja auch das kann Krankheit sein: Eine Zeit der Neubesinnung auf Gott. „Not lehrt beten“, sagt das Sprichwort. Und es hat gar nicht so Unrecht. Oft ist es doch gerade so, dass eine Notsituation Menschen auch wieder zu Gott führt. Ich weiß nicht mehr genau wo ich diesen Satz gelesen habe und von wem er stammt, aber er hat mir gut gefallen:

Wir sollten wieder mehr lernen zu fragen »wozu« als immer nur zu fragen »warum«.

Wozu kann auch schwere Zeit im Leben dienen? Was kann sich im Leben ändern und wo kann ein Neuanfang gemacht werden? Wir gehen auf Ostern zu, das Fest der Auferstehung unseres Herrn und Heilands Jesus Christus. Da hat Gott einen Neuanfang gemacht an jenem ersten Ostermorgen. An Ostern feiern wir den Sieg des Lebens über den Tod. „Jesus lebt, mit ihm auch ich.“, heißt es in einem alten Lied unseres Gesangbuches (EG 115). Mit dieser österlichen Zuversicht können wir uns immer wieder neu dem Leben zuwenden, wie auch immer es um unser Herz bestellt ist. Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes und frohes Osterfest! 

Ihr Gemeindepfarrer

Kurt Hyn

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